Bildung & Periodenarmut

Bildungsungerechtigkeit durch Periodenarmut

60 % schlechtere Noten: Periodenarmut ist ein direkter Angriff auf Bildungschancen. In Kenia und Tansania haben viele Mädchen keinen Zugang zu Menstruationsprodukten – und verpassen dadurch regelmäßig den Unterricht.

Verpasster Unterricht bedeutet verpasste Chancen

Rund 65 % der Mädchen in unseren Projektgebieten haben keinen regelmäßigen Zugang zu Menstruationsartikeln. Die Folge: Sie bleiben während ihrer Tage zu Hause.

Jeden Monat fehlen ihnen mehrere Tage Unterricht – hochgerechnet bis zu 20 % der Schulzeit im Jahr.

Das bedeutet: verpasster Lernstoff, schlechtere Noten, schlechtere Examen, schlechtere Zukunftschancen. Rund 10 % der Mädchen brechen die Schule ganz ab, weil die Wissenslücken nicht mehr aufholbar sind.

„Ich wünschte, ich wäre ein Junge“

„Als Jungen hätten wir bessere Chancen auf gute Bildung.“
Stimmen von Mädchen, die von Periodenarmut betroffen sind

Dieser Satz verdeutlicht die gelebte Bildungsungerechtigkeit. Während Jungen kontinuierlich lernen können, werden Mädchen, nur weil sie ihre Periode bekommen, systematisch ausgebremst.

Bildung als Hebel gegen Armut

Laut Weltbank ist die Ausbildung von Mädchen einer der wichtigsten Faktoren, um Armut dauerhaft zu besiegen.

Gebildete Frauen erzielen höhere Einkommen, treffen selbstbestimmte Entscheidungen in der Familienplanung, stärken ihre gesamte Gemeinschaft und tragen zur Stabilität eines Landes bei.

Wenn wir Periodenarmut beenden, investieren wir direkt in die Überwindung von Bildungsungerechtigkeit – und in eine stabilere Zukunft für alle.