Zwangsehen und Kinderheirat sind nicht romantisch.
Es ist sexuelle Ausbeutung und Gewalt gegen Minderjährige
und ein Verstoß gegen die Menschenrechte. Vor allem auch ein Verstoß gegen die
Kinderrechtskonvention.

Die OHCHR bezeichnet Kinderehen und Zwangsheirat als eine moderne Form der Sklaverei.

In Tansania und Kenia sind jedes Jahr tausende von Kindern davon betroffen. Hier trifft das Schicksal der Frühverheiratung, Zwangsehe und Ausbeutung hauptsächlich die Mädchen.

Ein kleines afrikanisches Mädchen von etwa fünf Jahren schaut traurig in die Kamera. Im Hintergrund fröhliche Spielkameraden.
Kinderehen sind keine Seltenheit. Auch nicht in Tansania und Kenia. Hier allerdings werden mehr Mädchen statt Jungen zu einer frühen Heirat gezwungen.

Planet-Children setzt sich ein für den Schutz von Mädchen in Tansania und Kenia vor Zwangsheirat und Kinderehe

„Mein Vater hatte bereits meine ältere Schwester gewaltsam verheiratet. Jetzt war ich an der Reihe. Ich war 12, sagt Nakimo, als mich mein Vater an unseren Nachbarn verkauft hat. Als Brautpreis hat mein Vater 8 Kühe für mich bekommen. Und ich Schläge, Ausbeutung und sexuelle Gewalt von meinem Ehemann, der über 50 Jahre älter war.“

Alle zwei Sekunden bringt eine minderjährige Mutter ein Baby zur Welt

Kinderehen sind weltweit keine Seltenheit. Alle sieben Sekunden wird ein Mädchen unter 15 Jahren verheiratet. Alle zwei Sekunden bringt eine minderjährige Mutter ein Baby zur Welt. Über 330.000 ungewollte Schwangerschaften pro Tag, laut DSW/UNFPA-Weltbevölkerungsbericht.  Nach einer Studie von UNICEF sind weltweit etwa 650 Millionen Mädchen und 115 Millionen Jungen vor ihrem 18. Geburtstag verheiratet worden. Gerade in den Entwicklungsländern ist der Brauch der Frühverheiratung Minderjähriger weit verbreitet. Auch In Tansania und Kenia sind jährlich tausende von Kindern, vor allem Mädchen, von diesem Schicksal betroffen.

Portrait eines afrikanischen jungen Mädchens. Das Mädchen ist selbst noch ein Kind, trägt aber bereits ihr eigenes Kind auf dem Arm. Beide blicken traurig und verloren in die Kamera.
Mit 13 bereits Mutter. Kinder, die Kinder auf die Welt bringen. Das darf nicht sein. Kinderheirat und Zwangsehen müssen endlich aufhören.

So hilft Planet-Children

Eine frühe Ehe bedeutet das Ende der Kindheit. Deshalb unterstützen wir das gemeinsame Programm von UNFPA und UNICEF und setzen uns für den sofortigen Stopp von Kinderehen und Zwangsheirat ein.

Obwohl die Menschen wissen, dass eine Verheiratung unter 18 Jahren gesetzlich verboten ist, halten sie daran fest. Die Gründe sind vielfältig sagt Global Citizen: Tradition, Religion, Angst, das Mädchen könnte „Schande“ über die Familie bringen. Oft auch nur große Armut der Familien. Nicht selten einfach auch nur, weil Väter in ihren Töchtern eine gute Handelsware sehen. Über den Brautpreis kommt für eine kleine Weile ein bisschen Wohlstand in die Familie und Essen auf den Tisch, für die anderen Kinder. Und die Mütter können ihre Töchter meist nicht schützen. Sie sind abhängig vom Patriarchen der Familie, dem Ehemann und Vater.

Bekämpfung der Armut ist wichtig, damit Familien nicht aus Existenzgründen ihre Töchter früh verheiraten. Und natürlich flächendeckende Bildung. Vor allem bei den Mädchen und Frauen, um so dem Gruppenzwang der Frühverheiratung zu entkommen. Das zu erreichen sind Punkte, die unter anderen in den Sustainable Development Goals (SDGs) festgehalten sind und von den Mitgliedsländern der Vereinten Nationen ratifiziert wurde.

Die Ziele der SDGs sind langfristig ausgelegt. Die Kinder, Jugendlichen und jungen Frauen brauchen aber JETZT Hilfe. Mit unseren Programmen wollen wir Prävention leisten aber auch SOFORTHILFE.

SAFE House – sichere Unterkünfte für Mädchen

Mädchen, die sich gegen eine Zwangsehe zur Wehr setzen, beweisen viel Mut. Sie können nicht einfach „nein“ sagen und zur Türe rausmarschieren. Sie müssen fliehen und verlieren dabei alles. Werden sie erwischt und zurückgeschleppt drohen ihnen schlimmste Schläge und Bestrafungen, wie von TAMWA (Tansanischer Verband der Medienfrauen) immer wieder berichtet wird.

Schutz und Soforthilfe stehen deshalb im Vordergrund unserer Arbeit. Die Mädchen sind in einem erbärmlichen Zustand, wenn sie ankommen. Körperlich und psychisch am Ende. Zusammen mit unseren Partnern vor Ort kümmern wir uns um die Mädchen. Sie erhalten medizinische Erstversorgung, Kleidung, Essen und psychologische Betreuung, wenn notwendig. Aber das Wichtigste, die Mädchen werden in Sicherheit gebracht.

Sichere Unterkünfte – Safe House – ist zentraler Mittelpunkt unserer Soforthilfe. Die Mädchen haben es verdient, ohne Angst schlafen und leben zu können.

Ein Schlafraum mit Stockbetten aus Metall. Mädchen sitzen auf ihren Betten. Der Raum ist klein und überfüllt.
Mädchen suchen Schutz vor Zwangsverheiratung.   SAFE Haus und sichere Unterkünfte platzen aus allen Nähten. Es werden dringend mehr SAFE Häuser und sichere Unterkünfte für die Mädchen gebraucht.

Gegen Zwangsehe und Kinderheirat in Tansania und Kenia. Schützen Sie Mädchen vor sexueller Gewalt und Ausbeutung.

Bitte spenden Sie jetzt!

Dank Ihrer Spende können mehr Anlaufstellen und Nothilfebetreuer für die Mädchen eingesetzt werden. Und ganz wichtig: SAFE Häuser und sichere Unterkünfte!

Überzeugungsarbeit bei den Vätern, über den Bildungswert der Töchter

Der Vater sieht meist nur den augenblicklichen Gewinn, den die Verheiratung seiner minderjährigen Tochter mit sich bringt. Über den erzielten Brautpreis kommt etwas Wohlstand in die Familie. Für ein paar Monate ist die restliche Familie mit Essen versorgt. Die Einsicht, dass durch die Bildung der Tochter langfristig und nachhaltig mehr Wohlstand in die Familien fließt, erfordert ein gehöriges Maß an Überzeugungsarbeit.  Wenn wir es geschafft haben und den Vater vom Bildungswert der Tochter überzeugen konnten, schicken wir das Mädchen unter Aufsicht zu ihrer Familie zurück. Wenn nicht, bleibt das Mädchen im Safe House, solange es notwendig ist.

Drei Mädchen sitzen auf der Schulbank und folgen dem Unterricht. In der Mitte ein muslimisches Mädchen in einen schwarzen Hijab gekleidet.
Mädchen mit Bildung verhelfen ihren Familien nachhaltig zu mehr Wohlstand. Es ist wichtig, den Vater vom Bildungswert der Tochter zu überzeugen.

Gleichberechtigung der Geschlechter – ein Thema an den Schulen

Die Gleichberechtigung der Geschlechter und das Rollenverständnis der Jungen und Mädchen steht im Mittelpunkt unserer Aufklärungsarbeit an den Schulen. Sexualkunde, Aufklärung, Fortpflanzung sind immer noch Tabu besetzte Themen in den Familien und Schulen. Wir sprechen mit den Kindern darüber.  Und wir klären Kinder und Jugendliche über ihre Rechte auf. Zusammen mit den Kindern, in Rollenspielen und mit Handpuppen,  gehen wir Schritt für Schritt durch die  UN-Resolution für Kinderrechte (CRC) und die Afrikanische Charta der Rechte und des Wohlergehens der Kinder, gegründet 1990 von der African Union.

Die Kinder erhalten Notfallnummern und Adressen, an wen sie sich im Ernstfall wenden können, wenn sie Hilfe brauchen oder eine Zwangsverheiratung droht.

In der Schulklasse werden die Stühle in den ersten Reihen geräumt. Gleich beginnt das Rollenspiel zur Gleichberechtigung der Geschlechter
Die Jugendlichen räumen die ersten Reihen um Platz zu machen für das Rollenspiel. Thema: Gleichberechtigung der Geschlechter – Gewalt gegen Mädchen durch Zwangsverheiratung.

Frauen haben Rechte – den meisten ist das nicht bewusst

Den meisten Frauen ist überhaupt nicht bewusst, dass auch sie Rechte haben. Was immer die Familie oder der Ehemann entscheidet, sie nehmen es hin. Wir gehen in den Dialog mit den Frauen und klären sie über ihre Rechte auf, basierend auf den Menschenrechten der Vereinten Nationen (UNHCR Human Rights). Ein erster Schritt für eine Veränderung.

Den Frauen ist bewusst, dass sie sich Gewalt und Misshandlungen aussetzen, wenn sie versuchen ihre Rechte einzufordern. Wir bieten den Frauen ein gemeinsames Gespräch mit ihren Familien und Ehemännern an. Die Frauen erhalten Kontaktadressen und Anlaufstellen von uns, für Beratungen und Notfälle. Und natürlich einen sicheren Platz, wenn die familiäre Situation zu eskalieren droht.

Besonders dankbar sind wir für die enge Zusammenarbeit mit einigen Kirchengemeinden. Viele sind erste Anlaufstelle für die hilfesuchenden Frauen.

Die Frauenbeauftrage Miriam Achiang mit Pastor Peter Richards spricht über das Mikrophon zu den Frauen der Kirchengemeinde in Migori.
Miriam Achiang war selbst Kinderbraut mit 14 Jahren. Sehr früh schon verstarb ihr 50 Jahre älterer Ehemann. Von der Familie wurde sie davongejagt. Ihr großes Glück war eine Patenschaft. Sie hat die Schule beendet und Jura sturdiert. Heute kämpft sie für die Rechte der Frauen. Unterstützt wird sie dabei von Pastor Peter Richards, der Kirchengemeinde PENTECOSTAL ASSEMBLIES OF GOD, Migori – Kenia.

Das schönste Geschenk für ein Mädchen mit Mut –  ist Zukunft

Mädchen, die vor der Zwangsheirat fliehen, verlieren alles. Nicht nur ihre Heimat und ihre Familien, auch ihre Zukunft, wenn ihnen nicht geholfen wird. Ohne Schulabschluss und ohne Berufsausbildung haben sie kaum eine Chance auf ein eigenständiges Leben. Zusammen mit örtlichen Organisationen unterstützen wir Mädchen in ihrer Schul- und Berufsausbildung. Auch verheirateten Mädchen bieten wir die Möglichkeit ihren Schulabschluss nachzuholen.

Ein Mädchen von 16 Jahren erhält eine Urkunde vom Direktor ihrer Schule. Links unten im Bild ein Portrait der Patin. Das Bild symbolisiert Zukunft durch Patenschaft.
Ein großer Tag, für Patin und Patenkind Maria. Maria ist stolz. Ihr Mut hat sich gelohnt. Als eine der Jahrgangsbesten hat sie die Schule abgeschlossen. Ihre Patin hat sie auf ihrem Weg begleitet. Der Schulabschluss ist eine große Freude und ein wunderbarer Erfolg für beide.

Die Übernahme einer Patenschaft  ist das schönste Geschenk, das sie einem Mädchen, das den Mut bewiesen hat sich zu wehren,  machen können. Eine Patenschaft ist die nachhaltigste Form von Hilfe.  Es bedeutet Zukunft und Chance auf ein eigenständiges und selbstbestimmtes Leben.  Und Sie als Pat*in dürfen sich auf eine wunderschöne Zeit mit Ihrem Patenkind freuen.

INFO

Was bedeutet Zwangsehe und Kinderheirat

Gegen den Willen: Bei jeder Kinderehe kann man auch von einer Zwangsheirat sprechen.

Von Kinderheirat oder „früher Heirat“ spricht man, wenn mindestens einer der Eheleute unter 18 Jahren ist.

Wird ein Ehepartner in die Heirat gezwungen spricht man von Zwangsehe (engl. forced marriage). Meistens sind Mädchen davon betroffen. Sobald die Menstruation eingesetzt hat gelten sie als heiratsfähige Frauen.

Die Vereinten Nationen (UN=United Nations) und die Vereinten Nationen für Menschenrechte (OHCHR = United Nations for Human Rights)  bezeichnen die Zwangsheirat als „moderne Form der Sklaverei“. Einmal verheiratet ist die Kindheit zu Ende. Minderjährige in eine Heirat zu zwingen stellt eine gravierende Kinderrechtsverletzung da.

Das Gebäude der United Nations in Wien. Vor dem Gebäude sind die Flaggen aller Nationen der Vereinten Nationen zu sehen.
Die Vereinten Nationen, zusammen mit der OHCHR (Vereinte Nationen der Menschenrechte), verurteilen Kinderheirat und Zwangsehen als moderne Sklaverei. Im Bild: Die Vereinten Nationen, Wien

Frühverheiratung in Tansania und Kenia

ACRWK ist die Afrikanische Charta der Menschenrechte und Rechte der Völker. Sie wird auch als Banjul-Charta bezeichnet, weil sie in Banjul, der Hauptstadt von Gambia, geschrieben wurde. Erarbeitet von der Organisation für Afrikansiche Einheit (OAU = Organisation of African Unity). Die Afrikanische Charta ist 1981 von Tansania und auch von Kenia ratifiziert worden. Auch die Gesetze zum Wohle des Kindes, 1989 von den Vereinten Nationen verabschiedet, findet in beiden Ländern Anerkennung.

Der Afrikanische Gerichtshof für Menschenrechte und Rechte der Völker hat seinen Sitz in Arusha, Tansania. Trotzdem werden In Tansania im Landesdurchschnitt immer noch 4 von 10 Mädchen zu einer frühen Ehe gezwungen. In Kenia liegt der Landesdurchschnitt der Zwangsverheiratung bei 22,9%. Allerdings liegt die Häufigkeit einer Kinderheirat in Nordkenia (56%) und an der Küste (41%) wesentlich höher (UNICEF Kenya Baseline Report).

Ein Samburu Mädchen, geschmückt mit Perlen und einem edlen Kopfschmuck, tanzt den Brauttanz. Sie ist eine Kinderbraut von etwa 12 Jahren.
Trotz Verbot ist Kinderheirat in Tansania und Kenia immer noch weit verbreitet. Hauptsächlich betrifft es die Mädchen. Eine junge Kinderbraut der Samburu tanzt hier ihren Brauttanz.

Was sind die Folgen für die Betroffenen

Ausbeutung, Missbrauch und Gewalt

Die Zwangsverheiratung der Mädchen erfolgt meist mit einem älteren, oft sehr viel älteren, Mann. Es bedeutet für die minderjährige Ehefrau in der Regel sexuellen Missbrauch und frühe Schwangerschaften, die mit einem hohen gesundheitlichen Risiko verbunden sind.

Das Borgen-Projekt  zeigt klar die Fakten auf, die auf die meisten aller minderjährig zwangsverheirateten Mädchen zutrifft: Die jüngsten Kinderbräute sind bereits im Alter von 7 oder 8 Jahren verheiratet worden. Polygamie ist in Kenia und auch in Tansania offiziell erlaubt, deshalb kommen jung verheiratete Mädchen oft als Zweit-, Dritt- oder gar Viertfrau in den Haushalt. Es herrscht eine absolsute „Hackordnung“ unter den Ehefrauen.  Die junge Ehefrau muss sich nicht nur dem absoluten Gehorsam des Ehemanns unterwerfen, sondern auch den älteren Ehefrauen. Ausbeutung, Gewalt und Schläge gehören für die junge Frau zur Tagesordnung.

Die Mädchen tragen ein erhöhtes Risiko an HIV und/oder STDs (Sexuell transmitted diseases) zu erkranken, da ihr sehr viel älterer Ehemann bereits viele Partnerinnen vor ihr hatte. Ein weiteres gesundheitliches Problem sind die frühen Schwangerschaften, dem die Mädchen ausgesetzt sind.   Viele der Mädchen und Kinderbräute sind auf Grund ihrer noch unterentwickelten Körper mit Hochriskioschwangerschaften konfrontiert und nicht wenige sterben bei der Geburt.

Ein junges Mädchen sitzt auf der Straße. Die Haare sind ihr ausgefallen oder ausgerissen. Sie hat eine kleine Wunde am Kopf. Das Mädchen ist müde, erschöpft, ausgebrannt.
Minderjährige Mädchen kommen oft als Zweit- oder Drittfrau in den Haushalt ihres meist sehr viel älteren Ehemannes. Sie erleben Gewalt, Ausbeutung, Missgunst und Misshandlungen, auch von den älteren Ehefrauen.

Das Recht auf Bildung bleibt ihnen verwehrt

Egal wie gut sie in der Schule waren und welche Träume sie hatten, aber nach der Hochzeit gibt es kein Zurück an die Schule. Die betroffenen Mädchen sind überhäuft mit häuslichen Pflichten. Es bleibt ihnen weder die Zeit noch bekommen sie die Einwilligung des Ehemanns für den Schulbesuch. Die UNESCO hat verschiedene Studien zu diesem Thema durchgeführt und dabei hat sich gezeigt, dass sich die Nachteile auch in der nächsten Generation fortsetzen.

Kinder von jungen Müttern haben schlechtere Überlebens- und Bildungschancen. Die meisten Töchter von früheren Kinderbräuten werden ebenfalls sehr früh verheiratet.

Eine Schulklasse. Ganz vorne sieht man vier Schulkinder in einer Bank. Eines der Mädchen erklärt ihren Mitschülern den durchgenommenen Lehrstoff.
Bildung der Mädchen ist die stärkste Kraft gegen Kinderheirat und Zwangsehe. Mit der frühen Verheiratung ist auch das Ende der Bildung für die Mädchen gekommen. Sie haben weder die Zeit noch wird es ihnen erlaubt, weiter in die Schule zu gehen.

Kindheit statt Kinderheirat
Schützen Sie Mädchen vor Gewalt und Ausbeutung.

Bitte spenden Sie jetzt!

Dank Ihrer Spende können wir Mädchen wieder zurück in die Schule schicken. Mehr Nothilfebetreuer können eingesetzt werden. Und ganz wichtig: Mehr Safe Häuser und sichere Unterkünfte für die Mädchen!

Was sind die Gründe für eine frühe Verheiratung

Viele Faktoren führen dazu, dass Minderjährige verheiratet werden, laut UNICEF Studien aus verschiedenen Jahren. Auch Jungen sind davon betroffen, Mädchen jedoch viel häufiger.  Tradition, Religion, Rollenbilder und soziale Normen, vor allem aber auch Armut und fehlende Bildungsmöglichkeiten, führen zu frühen Verheiratungen.

Generell sind Zwangsehen verbunden mit dem Festhalten an traditionellen Rollenbildern und Geschlechterdiskriminierung. Deshalb wird Mädchen immer noch weniger Wert als Jungen beigemessen. Einer der Hauptgründe für die Frühverheiratung ist auch der Gedanke, dass Mädchen keine „Schande“ über die Familie bringen. Gerade der Gedanke der „Schande“ lässt viele Eltern ihre Mädchen gleich nach Einsetzen ihrer ersten Periode verheiraten. So können sie sicher sein, dass ihre Töchter keine vorehelichen sexuellen Erfahrungen eingehen und vor allem nicht schwanger werden.

Armut spielt ebenfalls eine große Rolle bei der Zwangsverheiratung. Daher werden Mädchen aus ärmeren Familien, mit niedrigem Bildungsstand, wesentlich häufiger zu frühen Ehen gezwungen.

Die Corona-Krise hat das Risiko der Zwangsehe noch verstärkt. Nach Einschätzung von UNICEF könnten weltweit etwa 10 Millionen zusätzliche Kinderehen geschlossen werden.  Der Verlust von Arbeitsplätzen und das Abrutschen in noch tiefere Armut könnte viele Familien dazu zwingen ihre Töchter früh zu verheiraten. Auch die Isolation und die Distanz zu Unterstützung in Notfällen erhöht das Risiko der Mädchen zwangsverheiratet zu werden, so Amnasty InternationalViele Mädchen sind nach dem Lockdown nicht mehr in die Schulen zurückgekehrt.

Kinderehen auch in Deutschland

Laut Medienberichten lebten 2016 knapp 1.500 verheiratete Minderjährige in Deutschland. Viele davon kamen aus Syrien, Afghanistan, Irak aber auch aus anderen EU-Mitgliedsstaaten. 2017 hat die Bundesregierung ein Gesetz verabschiedet in dem klar geregelt ist, dass eine Person erst mit dem 18. Lebensjahr ehemündig wird.  Seitdem gibt es nur noch mit wenigen Ausnahmen Kinderehen in Deutschland.

Wir alle profitieren, wenn wir den Kindern KINDHEIT schenken

Kinder sind unsere Zukunft und bestimmen den Lauf der Welt. Wie sie die Welt verändern, welchen Respekt sie vor der Natur, ihren Mitmenschen und dem Leben haben, liegt an uns. Als Erwachsene haben wir den Schlüssel in der Hand. Schenken wir den Kindern Kindheit, Freude und Respekt, stellen wir heute die Weichen für ein besseres Morgen.

Kindern in Drittländern, wie Tansania und Kenia, eine Chance schenken um sich auf Augenhöhe zu entwickeln, ist ein wichtiger Schritt für eine bessere Welt.

Eine kleine Gruppe afrikanischer Kinder, in der Mitte ein Mädchen von 13 Jahren. Alle reißen die Arme hoch und sich voller Freude und Energie
Kinderehen und Zwangsheirat sind Gewalt, Ausbeutung und Misshandlung vor allem für Mädchen. Den Mädchen Zukunft und Kindheit schenken sollte uns allen ein wichtiges Bedürfnis sein.

Schenken Sie Mädchen Kindheit
und werden Sie ein rettender Engel für Mädchen in Not

Bitte spenden Sie jetzt!

Dank Ihrer Spende schenken Sie Mädchen Kindheit und Bildung, statt Gewalt und Ausbeutung. Die Mädchen können weiter zur Schule gehen, für ein besseres Morgen. Und ganz wichtig: Mehr Safe Häuser und sichere Unterkünfte für die Mädchen!