Nachhaltigkeit & Versorgung
Nachhaltige Versorgung: Warum wir auf Mehrweg setzen
Einmalprodukte sind im Kampf gegen Periodenarmut keine dauerhafte Lösung. Sie erzeugen Abhängigkeiten von Lieferketten und verursachen riesige Mengen an nicht biologisch abbaubarem Abfall.
In Regionen ohne funktionierende Müllentsorgung führt dies zu massiven ökologischen Problemen. Wir setzen daher konsequent auf nachhaltige Lösungen, die Mädchen langfristig Sicherheit geben.
Das Konzept der Dignity Bags
Um den Mädchen an unseren Partnerschulen eine würdevolle und sichere Monatshygiene zu ermöglichen, haben wir die sogenannten Dignity Bags entwickelt.
Diese kleinen Säckchen enthalten die essenzielle Grundausstattung, damit kein Mädchen aufgrund ihrer Periode dem Unterricht fernbleiben muss. Jede Tasche ist exakt auf den Bedarf vor Ort abgestimmt und enthält:
- 2 x Unterwäsche: Ein oft unterschätzter Bedarf, da viele Mädchen keine oder nur ungenügend Unterwäsche besitzen.
- Seife: Grundvoraussetzung für notwendige Hygiene und Infektionsprävention.
- Bedarfsgerechte Produkte: Je nach Alter und körperlicher Entwicklung erhalten die Mädchen entweder wiederverwendbare Stoffbinden oder eine Menstruationstasse.
Langfristigkeit statt kurzfristiger Hilfe
Unser Hauptaugenmerk liegt auf der Menstruationstasse. Mit einer Haltbarkeit von bis zu 10 Jahren ist sie eines der effizientesten Mittel, um Periodenarmut langfristig zu bekämpfen.
Ein entscheidender Vorteil in wasserarmen Regionen: Die Tasse benötigt im Vergleich zu Stoffbinden deutlich weniger Wasser für die hygienische Reinigung.
Für jüngere Schülerinnen stellen wir hochwertige Stoffbinden bereit, um einen altersgerechten Einstieg in das Menstruationsmanagement zu ermöglichen.
Mit dieser Strategie ersetzen wir kurzfristige Spenden durch eine Infrastruktur der Selbstbestimmung, die den Schulbesuch über Jahre hinweg absichert.
Nachhaltige Versorgung bedeutet mehr als Produktverteilung: Sie schafft Unabhängigkeit, schützt Gesundheit und macht Bildung planbar.

