Planet Children Kinderhilfswerk e.V.
Periodenarmut beenden
Bildung und Würde sind kein Luxus.
Periodenarmut ist weit mehr als ein Mangel an Hygieneartikeln – sie raubt Zukunftschancen und setzt Mädchen gesundheitlichen Risiken aus.
Weltweit haben Millionen Mädchen keinen Zugang zu Binden, Tampons oder sicheren Waschgelegenheiten.
Warum es zählt
Bildung und Würde
statt Scham
Periodenarmut verstärkt Bildungsungerechtigkeit: Aus Angst vor Stigmatisierung und tiefer Scham bleiben viele Mädchen während ihrer Menstruation dem Unterricht fern oder greifen aus Verzweiflung zu unsicheren Alternativen.
Jeder verpasste Schultag verschlechtert ihre Bildungschancen. Im schlimmsten Fall führt Periodenarmut zum Schulabbruch und nimmt ihnen die Perspektive auf eine selbstbestimmte Zukunft.
Würde darf nicht vom Geldbeutel oder Wohnort abhängen.
Unser Ziel ist klar: Periodenarmut beenden, damit kein Mädchen wegen ihrer Periode ihre Träume aufgeben muss.
Was Periodenarmut bedeutet
Fakten
Zahlen machen sichtbar, was viele Mädchen jeden Monat erleben: fehlende Produkte, Scham, gesundheitliche Risiken, verpasste Bildungschancen und gefährliche Notlösungen.
Quellen und Einordnung: die verlinkten Hintergrundartikel zu den einzelnen Zahlen sowie UNICEF zu Menstruationshygiene.
der Mädchen leiden unter extremer Periodenarmut
Wenn Menstruationsartikel unbezahlbar sind, wird die Periode zur Gefahr. Aus Not greifen viele Mädchen auf unsichere Alternativen zurück – mit erheblichen gesundheitlichen Risiken und Folgen für ihr Leben.
ohne Aufklärung über Menstruation und Sexualität
Ohne Wissen bleiben Mädchen schutzlos gegenüber Mythen, Scham und gefährlichen Fehlinformationen.
sehen keinen Zusammenhang von Zyklus und Schwangerschaft
Fehlendes Wissen über den Zyklus erhöht das Risiko früher Schwangerschaften und kann zum Abbruch der Ausbildung führen.
schlechtere Noten, 10% brechen die Schule ab
Ohne Produkte verpassen viele Mädchen wertvollen Unterricht. So wird Periodenarmut zu einem Bildungsrisiko.
gezwungen zu Transaktions-Sex für Hygieneartikel
Besonders vor wichtigen Examen gehen Mädchen aus Not verzweifelte Wege, um ihre Zukunft nicht dauerhaft zu verlieren.
Setzen Sie ein Zeichen gegen Periodenarmut
Periodenarmut betrifft nicht nur Hygiene. Sie betrifft Bildung, Gesundheit, Schutz und Würde. Deshalb verbinden wir Produkte, Aufklärung, WASH-Projekte und Vertrauenspersonen.
Hintergrund
Menstruation
In Kenia und Tansania, wie in vielen anderen Ländern auch, ist die Menstruation immer noch negativ behaftet und hat für viele Mädchen direkte Auswirkungen auf ihren Schulalltag.
Werden Blutflecken sichtbar, sind sie oft Spott und Bloßstellung ausgesetzt – teilweise auch durch Lehrkräfte. Viele werden nach Hause geschickt und verpassen wichtigen Unterricht.
Obwohl Aufklärungsunterricht im Lehrplan steht, wird er kaum oder nur unzureichend umgesetzt. Auch in den meisten Familien sind Sexualität, Fortpflanzung und Menstruation keine Themen, über die man spricht.
Unzureichende Aufklärung und fehlendes Wissen führen zu Bildungsungerechtigkeit, gesundheitlichen Risiken und erhöhen die Gefahr früher Schwangerschaften.
Ziel
Ohne Scham Frau werden & Frau sein
Dieses Ziel liegt noch in weiter Ferne.
Mit dem Einsetzen der Menstruation beginnt eine neue Phase im Leben der Mädchen – und eine neue Verletzlichkeit. Viele heranwachsende Mädchen sind während der Menstruation mit Stigmatisierung, Belästigung und sozialer Ausgrenzung konfrontiert.
Geschlechterungleichheit, diskriminierende Normen, kulturelle Tabus, Periodenarmut, fehlende Menstruationsartikel und mangelnde Einrichtungen wie Toiletten und sauberes Wasser erhöhen das Infektionsrisiko.
MHM (Menstruationshygienemanagement), wie von UNICEF ausgearbeitet, ist für viele Mädchen nicht lebbar, weil Armut und fehlende Infrastruktur den Alltag bestimmen.
Stimmen aus dem Projekt
Mädchen berichten
Direkt helfen
Ihre Spende schafft Bildung, Zukunft und Würde
und schützt Mädchen wirksam vor Ausbeutung, Scham und gesundheitlichen Gefahren.
Unsere Arbeit vor Ort
Wie wir helfen
Unsere Hilfe folgt einem klaren Prozess: Wissen schaffen, Produkte bereitstellen, Infrastruktur verbessern und verlässliche Ansprechpartner an Schulen ausbilden.
Hilfe wirkt, wenn sie mehr ist als Produktverteilung.
Deshalb verbinden wir Aufklärung, Produkte, WASH-Projekte und Vertrauenspersonen direkt im Schulumfeld.
Dialog schafft Wissen
Offene Gespräche sind der erste Schritt. Wir bringen Aufklärung in die Klassenzimmer und bauen Unsicherheit, Mythen und Wissenslücken ab.
Was Aufklärung bewirktKostenlose Menstruationsartikel
Im direkten Einsatz gegen Periodenarmut setzen wir konsequent auf Menstruationstassen. Diese halten bis zu 10 Jahre und benötigen nur wenig Wasser zur Reinigung - ein nachhaltiger Weg zu echter Bildung.
Warum nachhaltige Produkte wichtig sindWASH-Projekte
Saubere Toiletten und Wasserzugang sind die Basis für Hygiene, Würde und einen sicheren Verbleib im Unterricht.
Überblick baulicher MaßnahmenMHM-Beauftragte
In Kooperation mit Schulleitungen und Sozialarbeitern bilden wir MHM-Beauftragte aus. Diese Vertrauenspersonen sind Anlaufstelle für alle Belange der Mädchen und sichern die Hilfe direkt vor Ort dauerhaft.
Strukturen personeller UnterstützungBildungsgerechtigkeit
Damit Mädchen dieselben Bildungschancen haben, statten wir unsere Projektschulen bedarfsgerecht aus. Wir setzen primär auf Tassen, unterstützen jüngere Schülerinnen jedoch gezielt mit Stoffbinden.
Methodik der bedarfsgerechten VersorgungJetzt Zukunft ermöglichen
Ihre Spende schafft Bildungsgerechtigkeit durch nachhaltige Menstruationslösungen und schützt wirksam vor gesundheitlichen Risiken.
Dauerhafte Wirkung
Regelmäßig spenden hilft jeden Tag
Mit Ihrer monatlichen Spende wird Hilfe planbar. Nicht nur einmal unterstützen – sondern dauerhaft verhindern, dass Mädchen wegen ihrer Periode ihre Zukunft verlieren.
Hintergründe zur Kampagne
Mehr erfahren
Vertiefende Informationen zu Menstruation, Aufklärung, systemischen Barrieren und nachhaltiger Hilfe vor Ort.
Warum dieser Bereich wichtig ist
Wissen macht Hilfe wirksamer
Periodenarmut ist kein einzelnes Problem. Sie entsteht aus Scham, fehlender Aufklärung, fehlenden Produkten, mangelnder Sanitärversorgung und fehlenden Vertrauenspersonen.
Deshalb erklären diese Hintergrundtexte die Zusammenhänge hinter unserer Arbeit – und zeigen, warum nachhaltige Hilfe mehr braucht als einmalige Produktverteilung.
Kampf von vielen Fronten
Systemische Barrieren: Ein Kampf an vielen Fronten
Stigmatisierung ist nur ein Teil der Herausforderung. Für Millionen Mädchen in Kenia und Tansania ist der Alltag während der Periode ein Kampf an vielen Fronten: fehlende Hygieneartikel, mangelhafte Sanitäreinrichtungen und fehlender Zugang zu sauberem Wasser machen ein würdevolles Menstruationsmanagement oft unmöglich.
Gerade in städtischen Randgebieten und ländlichen Regionen ist die Lage alarmierend: Rund 68% der Mädchen haben keinen Zugang zu grundlegender WASH-Versorgung (Water, Sanitation and Hygiene). Unter diesen Voraussetzungen bleibt die von UNICEF und dem kenianischen Gesundheitsministerium definierte Menstruationshygiene (MHM) für die Mehrheit der Betroffenen ein rein theoretisches Ziel auf dem Papier.
Der Mut zur Sichtbarkeit, wie ihn Gloria Orwoba vorlebt, ist der notwendige erste Schritt.
Senatorin Gloria Orwoba Menstruation: Mut gegen das Schweigen
Noch immer wird die Menstruation oft negativ als schmutzig oder unhygienisch wahrgenommen. Ob in Schulen, im ländlichen Alltag oder im familiären Umfeld: Mädchen erfahren weiterhin Spott und Ausgrenzung.
„I can do bleeding“
Gegen diese Stigmatisierung setzte die kenianische Senatorin Gloria Orwoba ein weltweit beachtetes Zeichen. Mit einem sichtbaren Blutfleck auf ihrer Kleidung betrat sie das Parlament, um Scham und Schweigen zu durchbrechen.
„Es war keine Absicht“, erklärte sie später. „Ich war auf dem Weg ins Parlament, als ich meine Periode bekam. Erst wollte ich umkehren, aber dann entschied ich mich: Lasst uns offen darüber reden.“ Ihr Protest wurde zum flammenden Plädoyer für einen würdevollen Umgang mit der Menstruation.
Blogartikel Nachhaltigkeit: Die Wahl der Mittel
Welche Lösungen sind wirklich sinnvoll, um Periodenarmut langfristig und wirksam zu bekämpfen? Wir vergleichen Einwegprodukte mit nachhaltigen Alternativen wie Menstruationstassen und Stoffbinden unter Berücksichtigung von Infrastruktur, Hygiene und Umwelt.
Detaillierter Vergleich unserer HilfsmittelBlogartikel Menstruelle Gesundheit ist ein Menschenrecht
SDG 1 | SDG 3 | SDG 6
Menstruationshygiene ist fester Teil der UN-Nachhaltigkeitsziele. Gemeinsam mit Partnern wie UNICEF setzen wir nationale WASH-Richtlinien direkt an Schulen um.
Menstruelle Gesundheit bedeutet Zugang zu Wissen, Produkten, sauberem Wasser, sicheren Toiletten und einer Umgebung ohne Scham oder Diskriminierung.
Hintergründe zu globalen Standards und RechtenBildungsgerechtigkeit Bildungsgerechtigkeit fördern
Unterstützen Sie unsere Arbeit für eine lückenlose Schullaufbahn. Ihre Spende schafft Bildungsgerechtigkeit durch den Zugang zu nachhaltigen Menstruationslösungen und schützt wirksam vor gesundheitlichen Risiken.
Jede Hilfe stärkt die Unabhängigkeit, das Selbstbewusstsein und die Zukunftschancen junger Frauen.
Jetzt spendenJetzt Zukunft ermöglichen
Ihre Spende schenkt Mädchen Tage der Freiheit statt Tage der Scham – und schützt Bildung, Gesundheit und Würde.

