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Planet Children Kinderhilfswerk e.V.

Periodenarmut beenden

Unser Einsatz in Afrika

Die Periode darf niemals über die Zukunft eines Mädchens entscheiden

Doch genau das geschieht Millionen Mädchen und Frauen. Besonders in Afrika ist Periodenarmut weit verbreitet. Jeden Monat verpassen Mädchen mehrere Tage Unterricht, weil ihnen Menstruationsartikel, sauberes Wasser oder geschützte Sanitäranlagen fehlen. Das gefährdet ihre Gesundheit, ihre Bildung und ihre Zukunft.

Seit vielen Jahren engagieren wir uns deshalb in Kenia und Tansania im Kampf gegen Periodenarmut – für Chancengleichheit, Bildungsgerechtigkeit und einen selbstbestimmten Schulalltag.

Für Bildung Für Gesundheit Für Würde

Warum handeln so wichtig ist

Bildung und Würde

statt Scham

Periodenarmut raubt Mädchen in Afrika die Chance auf eine selbstbestimmte Zukunft. Aus Angst vor Ausgrenzung und Scham bleiben viele während ihrer Menstruation dem Unterricht fern oder greifen aus Mangel an Menstruationsprodukten zu unsicheren Alternativen. Jeder verpasste Schultag erhöht das Risiko, den Anschluss in der Schule zu verlieren – bis hin zum Schulabbruch.

Würde und Bildung dürfen nicht vom Geldbeutel oder Wohnort abhängen.

Unser Ziel ist klar: Wir wollen Periodenarmut beenden, damit kein Mädchen wegen ihrer Periode auf ihre Zukunft verzichten muss.

Was Periodenarmut bedeutet

FAKTEN UND ZAHLEN

Periodenarmut ist mehr als ein Mangel an Menstruationsprodukten. Sie hat Auswirkungen auf Gesundheit, Schulbesuch und Zukunftschancen. Die Zahlen sprechen für sich. Hinter jeder Zahl steht das Schicksal eines Mädchens.

Jede Zahl führt zu einem vertiefenden Hintergrundartikel. Alle verwendeten Quellen und weiterführenden Informationen finden Sie übersichtlich auf unserer Seite Quellen & Hintergrundinformationen

65%

der Mädchen leiden unter extremer Periodenarmut

Wenn Menstruationsprodukte unbezahlbar sind, wird die Periode zum Risiko. Aus Not greifen viele Mädchen auf unsichere Alternativen zurück – mit teils schwerwiegenden Folgen für ihre Gesundheit.

Grafik zur Periodenarmut und Bildungschancen
25%

Ohne jedes Wissen vor der 1. Periode

Rund 25 % der Mädchen in Kenia erleben ihre erste Menstruation, ohne vorher zu wissen, was mit ihrem Körper geschieht. Das führt häufig zu Angst, Scham und großer Unsicherheit – und zeigt, wie wichtig frühzeitige Aufklärung ist.

Mädchen im Schulumfeld in Kenia oder Tansania
27%

Menstruation ist tabu

In über einem Viertel der Gemeinden Kenias verhindern Scham und Tabus offene Gespräche über Menstruation – fehlende Aufklärung erhöht das Risiko ungewollter Schwangerschaften

Projektbild von Planet Children
60%

schlechtere Noten, Viele brechen die Schule ab

Ohne Menstruationsprodukte verpassen viele Mädchen regelmäßig wertvollen Unterricht. Jede versäumte Schulstunde verschlechtert ihre Bildungschancen und macht Periodenarmut zu einem ernsthaften Risiko für ihre Zukunft.

10%

gezwungen zu Transaktionssex für Menstruationsprodukte

Besonders vor wichtigen Prüfungen sehen manche Mädchen keinen anderen Ausweg. Aus Verzweiflung treffen sie gefährliche Entscheidungen, um weiter zur Schule gehen zu können.

Setzen Sie ein Zeichen gegen Periodenarmut

Damit Mädchen in Kenia und Tansania sicher lernen, gesund aufwachsen und ihre Zukunft selbst gestalten können.

  • Jede Spende hilft
  • Jedes Mädchen zählt
  • Gemeinsam verändern wir Zukunft

Hintergrund

Menstruation

„Die Periode darf kein Grund sein, die Schule zu verpassen.“

In Kenia und Tansania ist die Menstruation – wie in vielen anderen Ländern – noch immer mit Scham, Vorurteilen und Tabus verbunden. Für viele Mädchen hat das unmittelbare Folgen für ihren Schulalltag.

Werden Blutflecken sichtbar, erleben viele Spott, Ausgrenzung oder Bloßstellung. Aus Scham gehen viele Mädchen während ihrer Menstruation nicht mehr zur Schule. Jeden Monat verpassen sie dadurch drei bis fünf Tage Unterricht – bis zu 20 % eines Schuljahres.

Obwohl Aufklärung über Menstruation und sexuelle Gesundheit Teil des Lehrplans ist, findet sie vielerorts kaum oder nur unzureichend statt. Auch in vielen Familien wird über Menstruation, Sexualität und Fortpflanzung kaum gesprochen.

Fehlendes Wissen und mangelnde Aufklärung verstärken Periodenarmut und ihre Folgen – von gesundheitlichen Risiken über Schulabbrüche bis hin zu ungewollten Schwangerschaften.

Mädchen in einem Projekt von Planet Children
Aufklärung, sichere Produkte und vertrauensvolle Ansprechpersonen helfen Mädchen, ohne Scham am Unterricht teilzunehmen.

Ziel

OHNE SCHAM – FRAU WERDEN & FRAU SEIN

Dieses Ziel ist für viele Mädchen in Afrika noch weit entfernt.

Mit dem Einsetzen der Menstruation beginnt eine neue Phase im Leben der Mädchen – und eine neue Verletzlichkeit. Viele heranwachsende Mädchen in Kenia und Tansania sind während der Menstruation mit Stigmatisierung, Belästigung und sozialer Ausgrenzung konfrontiert.

Geschlechterungleichheit, diskriminierende Normen, kulturelle Tabus, Periodenarmut, fehlende Menstruationsartikel und mangelnde Einrichtungen wie Toiletten und sauberes Wasser erhöhen das Infektionsrisiko.

MHM (Menstruationshygienemanagement), wie von UNICEF ausgearbeitet, ist für viele Mädchen nicht lebbar, weil Armut und fehlende Infrastruktur den Alltag bestimmen.

Unsere Arbeit vor Ort

Mädchen berichten

Direkt helfen

Ihre Spende schafft Bildung, Zukunft und Würde.

Sicher und verschlüsselt spenden Gemeinnützig anerkannt Steuerlich absetzbar

Schenken Sie Mädchen Bildungsgerechtigkeit und eine Zukunft ohne Periodenarmut.

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Zweck Periodenarmut
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Unser Ansatz vor Ort

Wie wir helfen

Nachhaltige Hilfe verbindet Aufklärung, sichere Menstruationsprodukte, hygienische Rahmenbedingungen und geschulte Vertrauenspersonen – direkt im Schulalltag.

Aufklärungsarbeit gegen Periodenarmut an Schulen

Hilfe wirkt, wenn sie mehr ist als Produktverteilung. Deshalb greifen alle Bausteine unserer Projektarbeit ineinander.

01

Dialog schafft Wissen

Offene Gespräche sind der erste Schritt. Wir bringen Aufklärung in die Klassenzimmer und bauen Unsicherheit, Mythen und Wissenslücken ab.

Was Aufklärung bewirkt
02

Kostenlose Menstruationsartikel

Im direkten Einsatz setzen wir auf Menstruationstassen, die bis zu 10 Jahre halten können, und unterstützen jüngere Schülerinnen gezielt mit Stoffbinden.

Warum nachhaltige Produkte wichtig sind
03

WASH-Projekte

Saubere Toiletten und Wasserzugang sind die Basis für Hygiene, Würde und einen sicheren Verbleib im Unterricht.

Überblick baulicher Maßnahmen
04

MHM-Beauftragte

In Kooperation mit Schulleitungen und Sozialarbeitern bilden wir MHM-Beauftragte aus. Diese Vertrauenspersonen sind Anlaufstelle für alle Belange der Mädchen und sichern die Hilfe direkt vor Ort dauerhaft.

Strukturen personeller Unterstützung
05

Bildungsgerechtigkeit

Damit Mädchen dieselben Bildungschancen haben, statten wir unsere Projektschulen bedarfsgerecht aus. Wir setzen primär auf Tassen, unterstützen jüngere Schülerinnen jedoch gezielt mit Stoffbinden.

Methodik der bedarfsgerechten Versorgung

Dauerhafte Wirkung

Regelmäßig spenden hilft jeden Tag

Monatliche Hilfe macht Aufklärung, Versorgung und Begleitung planbar – und schützt Mädchen nicht nur in einem einzelnen Moment, sondern durch den gesamten Schulalltag.

Planungssicherheit: Sie schaffen die Basis, mehr Mädchen erreichen zu können.
Zukunftsschutz: Ihre Hilfe bewahrt Mädchen verlässlich vor Ausbeutung und gesundheitlichen Risiken.
Beständigkeit: Sie garantieren dauerhafte Bildungsgerechtigkeit und eine selbstbestimmte Zukunft.

Hintergründe zur Kampagne

Mehr erfahren

Wer Periodenarmut dauerhaft bekämpfen will, muss ihre Ursachen verstehen. Die folgenden Beiträge zeigen, warum nachhaltige Lösungen entscheidend sind.

Warum dieser Bereich wichtig ist

Wissen macht Hilfe wirksamer

Periodenarmut hat viele Ursachen. Scham, fehlende Aufklärung, mangelnde Menstruationsprodukte, unzureichende Sanitärversorgung und fehlende Vertrauenspersonen greifen oft ineinander.

Unsere Hintergrundartikel erklären diese Zusammenhänge und zeigen, warum nachhaltige Hilfe über die Verteilung von Menstruationsprodukten hinausgeht und Chancengleichheit fördert.

Kampf von vielen Fronten

SYTEMISCHE BARRIEREN ÜBERWINDEN

Stigmatisierung ist nur eine von vielen Hürden. Für Millionen Mädchen in Afrika erschweren fehlende Menstruationsprodukte, unzureichende Sanitäranlagen und mangelnder Zugang zu sauberem Wasser eine sichere und würdevolle Menstruationshygiene.

Besonders in städtischen Randgebieten und ländlichen Regionen ist die Situation alarmierend: Rund 68 % der Mädchen haben keinen Zugang zu einer grundlegenden WASH-Versorgung (Water, Sanitation and Hygiene). Unter diesen Bedingungen bleibt ein sicheres Menstruationshygienemanagement (MHM), wie es unter anderem von UNICEF und dem kenianischen Gesundheitsministerium empfohlen wird, für viele Mädchen unerreichbar.

Der Mut von Gloria Orwoba, dieses Tabuthema öffentlich anzusprechen, zeigt, wie wichtig Sichtbarkeit und gesellschaftlicher Wandel sind. Nachhaltige Veränderungen gelingen jedoch nur, wenn Aufklärung, Infrastruktur und langfristige Unterstützung Hand in Hand gehen.

Einblicke in unsere Arbeit gegen systemische Barrieren

Senatorin Gloria Orwoba Menstruation: Mut gegen das Schweigen

Noch immer wird die Menstruation oft negativ als schmutzig oder unhygienisch wahrgenommen. Ob in Schulen, im ländlichen Alltag oder im familiären Umfeld: Mädchen erfahren weiterhin Spott und Ausgrenzung.

„I can do bleeding“

Gegen diese Stigmatisierung setzte die kenianische Senatorin Gloria Orwoba ein weltweit beachtetes Zeichen. Mit einem sichtbaren Blutfleck auf ihrer Kleidung betrat sie das Parlament, um Scham und Schweigen zu durchbrechen.

„Es war keine Absicht“, erklärte sie später. „Ich war auf dem Weg ins Parlament, als ich meine Periode bekam. Erst wollte ich umkehren, aber dann entschied ich mich: Lasst uns offen darüber reden.“ Ihr Protest wurde zum flammenden Plädoyer für einen würdevollen Umgang mit der Menstruation.

Hintergründe zu Gloria Orwobas Protest in Kenia

Hilfsmittel im Vergleich Nachhaltigkeit: Die Wahl der Mittel

Welche Lösungen sind wirklich sinnvoll, um Periodenarmut langfristig und wirksam zu bekämpfen? Wir vergleichen Einwegprodukte mit nachhaltigen Alternativen wie Menstruationstassen und Stoffbinden unter Berücksichtigung von Infrastruktur, Hygiene und Umwelt.

Detaillierter Vergleich unserer Hilfsmittel
Entwicklungsziele SDGs MENSTRUATIONSGESUNDHEIT IST EIN MENSCHENRECHT

SDG 1 | SDG 3 | SDG 6

Menstruationsgesundheit ist ein wichtiger Bestandteil der UN-Nachhaltigkeitsziele. Unsere Projekte orientieren sich an den international anerkannten WASH- und MHM-Richtlinien und setzen deren Empfehlungen gemeinsam mit lokalen Partnern an Schulen in Kenia und Tansania um.

Menstruelle Gesundheit bedeutet Zugang zu Wissen, Produkten, sauberem Wasser, sicheren Toiletten und einer Umgebung ohne Scham oder Diskriminierung.

Hintergründe zu globalen Standards und Rechten
Bildungsgerechtigkeit Bildungsgerechtigkeit fördern

Unterstützen Sie unsere Arbeit für eine lückenlose Schullaufbahn. Ihre Spende schafft Bildungsgerechtigkeit, schützt Gesundheit und Würde und hilft Mädchen in Kenia und Tansania, ihre Schulbildung ohne Unterbrechungen durch ihre Periode fortzusetzen.

Jede Spende stärkt Selbstvertrauen, Unabhängigkeit und eröffnet neue Zukunftschancen.

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Jetzt Zukunft ermöglichen

Ihre Spende schützt Bildung, Gesundheit und Würde – damit kein Mädchen wegen ihrer Periode zurückbleibt.

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