Menschenrechte & SDGs

Menstruelle Gesundheit: Ein Menschenrecht im Fokus der SDGs

Menstruation ist kein privates Nischenthema, sondern eine Frage globaler Gerechtigkeit und der Menschenrechte.

Die Vereinten Nationen haben dies in den Zielen für nachhaltige Entwicklung, den Sustainable Development Goals, fest verankert. Wir arbeiten daran, diese globalen Standards in die Klassenzimmer von Kenia und Tansania zu bringen.

Die SDGs: Der Kompass für unsere Arbeit

Menstruelle Gesundheit und Hygiene, kurz MHH, sind kein isoliertes Ziel, sondern eine Grundvoraussetzung für das Erreichen mehrerer UN-Nachhaltigkeitsziele:

  • SDG 1 – Keine Armut: Periodenarmut ist eine ökonomische Barriere. Wenn Hygieneartikel unbezahlbar sind, verfestigt dies die Armutsspirale.
  • SDG 3 – Gesundheit und Wohlergehen: Der Zugang zu sicheren Produkten und Aufklärung schützt vor Infektionen und fördert das physische und psychische Wohlbefinden.
  • SDG 6 – Sauberes Wasser und Sanitäreinrichtungen: Ohne eine funktionierende WASH-Infrastruktur – Wasser, Sanitärversorgung und Hygiene – ist ein würdevolles Menstruationsmanagement nicht möglich.

Globale Standards – nationale Umsetzung

Zusammen mit internationalen Organisationen wie WHO, UNICEF und UNFPA haben nationale Gesundheitsinstitutionen und Fachbehörden in Kenia und Tansania klare Konzepte entwickelt.

Diese Richtlinien definieren, wie Menstruationshygiene-Management, kurz MHM, in öffentlichen Einrichtungen und Schulen aussehen sollte.

Es geht dabei nicht nur um die bloße Bereitstellung von Produkten, sondern um einen ganzheitlichen Standard:

  1. Infrastruktur: Zugang zu privaten, sicheren und sauberen Waschräumen.
  2. Entsorgung: Sichere Systeme für gebrauchte Hygienemittel.
  3. Wissen: Umfassende Aufklärung für Mädchen und Jungen.

MHM-Beauftragte: Die Wächter der Menschenrechte vor Ort

Damit diese Konzepte nicht nur auf dem Papier existieren, unterstützen wir die Ausbildung von MHM-Beauftragten an Schulen.

Diese geschulten Vertrauenspersonen stellen sicher, dass die Programme WASH und MHM im Schulalltag wirklich gelebt werden.

Sie sind die direkte Schnittstelle zwischen globalen Menschenrechten und der individuellen Würde jedes einzelnen Mädchens.

Menstruelle Gesundheit ist ein Menschenrecht. Wir setzen uns dafür ein, dass dieses Recht für jede Schülerin zur Realität wird – unabhängig von Wohnort oder Einkommen.